Engel Gedichte

 

 

Mein Engel


Mein Engel, wo bist du? Ich suche dich!
Ich brauch deine Hilfe, wo finde ich dich?

Gibt es dich auch, oder glaub ich es bloß?
Wie siehst du aus, bist du klein oder groß?

Bist du dünn oder dick, bist du Frau oder Mann?
Hast du am Rücken echte Flügel dran?

Kannst du damit fliegen, egal wohin?
Ist in deiner Seele Gutes nur drin?

Ist alles wahr, was man über dich sagt?
Kannst du mir helfen, wenn Schmerz an mir nagt?

Bist du immer da und passt auf mich auf?
Wie nimmt mein Leben ohne dich seinen Lauf?

Wo versteckst du dich, warum sehe ich dich nicht?
Bist du vielleicht nur verborgen im Licht?

Oder bist du jemand, der sehr nahe mir steht?
Ein Mensch, der will, dass es mir gut immer geht?

Ich will nicht mehr fragen, es ist auch egal.
Wichtig ist nur, du bist da immer mal.

Ich muss nur an dich glauben, dann ist auch nichts schwer.
Mit dir in Gedanken schaffe ich mehr.
 
Autor:  Claudia Henkel
(*1963)
 
Ein Engel ist jemand,
den Gott dir in dein leben schickt,
unerwartet und unverdient,
damit er dir,
wenn es ganz dunkel ist,
ein paar Sterne anzündet.
 

Die Engel

Freilich, ein ungläubger Thomas,
Glaub ich an den Himmel nicht,
Den die Kirchenlehre Romas
Und Jerusalems verspricht.

Doch die Existenz der Engel,
Die bezweifelte ich nie;
Lichtgeschöpfe sonder Mängel,
Hier auf Erden wandeln sie.

Nur, gnäd’ge Frau, die Flügel
Sprech ich jenen Wesen ab;
Engel gibt es ohne Flügel,
Wie ich selbst gesehen hab.

Lieblich mit den weißen Händen,
Lieblich mit dem schönen Blick
Schützen sie den Menschen, wenden
Von ihm ab das Missgeschick.

Ihre Huld und ihre Gnaden
Trösten jeden, doch zumeist
Ihn, der doppelt qualbeladen,
Ihn, den man den Dichter heißt.

Heinrich Heine (1797-1856, Deutscher Dichter, Schriftsteller, Journalist)

Gott, Du bist in den Himmeln,
Du bist in den Engeln und Heiligen

Du erleuchtest sie – und sie erkennen
denn Du Herr bist das Licht.

Du entflammst sie – und sie lieben
denn Du Herr bist die Liebe.

Du bewohnst und erfüllst sie – und sie sind selig
denn Du Herr bist das höchste Gut

Ewiges Gut,
aus Dir fließt jedes Gut,
ohne Dich gibt es kein Gut.

Hl. Franziskus von Assisi (1181/82-1226, Begründer des Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner)

 

30.06.2018 11:28:35      4

 

 

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